Am vergangenen Samstag, den 5. September, fand der 24. Erkrather Radiotag statt. Die Veranstaltung wird bereits seit Jahren nicht mehr in der namensgebenden Stadt, sondern im benachbarten Hilden durchgeführt. Nach langer Zeit habe ich es auch wieder einmal zum Radiotag geschafft, bei dem es früher vor allem um Seesender und ganz allgemein um Free Radio ging.

Dieses Mal stellte Ferry Eden (früher unter anderem in Diensten von Radio Mi Amigo, Radio Maeva und Radio Monique) sein neues Buch über Radio Monique vor. Zudem wurde über eine ganz besondere, nicht ganz legale Radio-Aktivität berichtet: das Revival von Radio Bavaria International am 8. August 2026 vom Schwarzenstein in Südtirol.

Radio Brenner geht im Juli 2027 wieder auf Sendung
Die Initiatoren kündigten für das kommende Jahr eine ähnliche Aktion an, über die es im RadioBlog bereits eine kurze Meldung gab. Radio Brenner soll für ein Wochenende wiederbelebt werden. An der Aktion seien auch Moderatoren beteiligt, die in den 80er Jahren beim Original-Radio-Brenner gearbeitet haben.

Anders als Radio Bavaria International soll Radio Brenner nicht nur ein einstündiges, vorproduziertes Programm bieten. Stattdessen sind für das Wochenende vom 16. bis 18. Juli 2027 Livesendungen geplant, in denen auch Studiogäste begrüßt werden, in denen Hörerwünsche erfüllt werden und in denen man auch Original-Jingles und -Mitschnitte zu hören bekommt.
Das Programm soll in Südtirol produziert und auch über einen Internet-Stream verbreitet werden. So haben Interessenten unabhängig von ihrem Wohn- oder Aufenthaltsort die Möglichkeit, die Aktion mitzuverfolgen. Das Radio Brenner Revival sucht noch Unterstützer, auch um passende Räumlichkeiten für das Studio zu finden. Die Webseite wird unter der Adresse radiobrenner.de eingerichtet.

Interview mit Helmer Litzke und Details zum Rundfunk in den Niederlanden
Nicht minder spannend waren die Vorstellung des Medienportals FM Kompakt von Thomas Kircher und ein Interview mit Helmer Litzke von Schwarzwaldradio. Nicht zuletzt hat Herbert Visser über die aktuelle Entwicklung der niederländischen Radioszene und über zwei Projekte berichtet, die von Litauen aus auf Mittelwelle für Weißrussland und Russland senden.

Der Besuch in Hilden hat sich gelohnt. Gerne würde ich auch im kommenden Jahr den Radiotag besuchen. Einfach wird das nicht, da die Veranstaltung vermutlich wieder im September stattfindet. In diesem Monat hat der Radiotag mit Messen wie IFA, IBC und IAA große Konkurrenz. Aber wer weiß: Vielleicht klappt es ja.
