Die Zahl der kommerziellen AM- und FM-Radiosender in den USA ist im dritten Quartal 2026 erneut leicht zurückgegangen. Das geht aus den aktuellen Senderstatistiken der US-Rundfunkaufsicht FCC zum Stand 30. September hervor.
Besonders deutlich zeigt sich der langfristige Rückgang bei der Mittelwelle: Ende September waren noch 4.258 kommerzielle AM-Stationen lizenziert. Das sind 42 weniger als drei Monate zuvor und 142 weniger als im September 2024. Zu den Sendern, deren Lizenzen im vergangenen Quartal erloschen, gehören unter anderem Stationen von Cumulus Media und Saga Communications.
Abwärtstrend auch bei FM
Auch bei kommerziellen UKW-Sendern setzt sich der Abwärtstrend fort. Die Zahl der Stationen sank innerhalb eines Quartals um 20 auf 6.540. Damit ist die Zahl der kommerziellen FM-Stationen bereits sieben Quartale in Folge zurückgegangen. Ihren bisherigen Höchststand hatte sie im Dezember 2019 erreicht.
Anders entwickelt sich der nichtkommerzielle Rundfunk im UKW-Bereich. Hier stieg die Zahl im dritten Quartal 2026 um neun auf 4.815 Stationen. Seit Anfang 2022 ist die Zahl der nichtkommerziellen FM-Stationen in den USA entweder gestiegen oder zumindest stabil geblieben. Die Zahl der Low-Power-FM-Stationen blieb mit 2.013 praktisch konstant.
Fazit: Vor allem auf Mittelwelle immer weniger Programme
Damit setzt sich ein langfristiger Strukturwandel im US-Radio fort: Während insbesondere im AM-Bereich immer weniger Stationen senden, geht inzwischen auch die Zahl der kommerziellen FM-Sender leicht zurück. Zuwächse gibt es dagegen vor allem im nichtkommerziellen Bereich.
