Zum 12. Oktober wird das Radioprogramm MDR Klassik nicht länger als eigenständige DAB+ Radiowelle verbreitet. Auf der bisherigen DAB+ Frequenz in Mitteldeutschland ist – wie geplant und im Juni bereits angekündigt – künftig BR Klassik zu hören. Die Umstellung erfolgt im Zuge der Umsetzung des Reformstaatsvertrags der Länder und ist Teil der vereinbarten Strukturreformen innerhalb der ARD. Daraus folgt, dass der MDR drei DAB+ Programme einstellen muss, MDR Klassik ist eines davon.
Die Aufschaltung von BR Klassik bedeutet ausdrücklich kein Ende der Inhalte von MDR Klassik, wie der Mitteldeutsche Rundfunk erklärte. Zwar entfalle die eigenständige DAB+-Verbreitung, Inhalte aus Mitteldeutschland werden jedoch weiterhin über mehrere Ausspielwege verbreitet und erreichen ihr Publikum über die Webseite und den Instagram-Kanal von MDR Klassik, ARD Sounds, ARD Klassik YouTube, ARD Mediathek, über MDR Kultur und nicht zuletzt BR Klassik.
Gemeinsames Engagement für die Klassik in der ARD
Mit der Kooperation wollen MDR und BR ein Zeichen für die gemeinsame Verantwortung der ARD im Kulturbereich setzen. Trotz notwendiger struktureller Veränderungen bleibe die klassische Musik ein wesentlicher Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Auftrags. Die beiden Sender verbinden die Reform mit dem Ziel, vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen und gleichzeitig ein starkes Angebot für Klassikliebhaber zu sichern.
Durch die Verbindung der bundesweit geschätzten Marke BR Klassik mit der redaktionellen Expertise von MDR Klassik entstehe ein Angebot, das die kulturelle Vielfalt der ARD abbilde und die bedeutende Musiktradition Mitteldeutschlands weiterhin sichtbar mache. So bleibe die Klassik in der ARD auch künftig stark, vielfältig und für das Publikum leicht erreichbar.
Klassik aus Mitteldeutschland bleibt Teil des Angebots
Mit der Übernahme der bisherigen terrestrischen Frequenz von MDR Klassik durch BR Klassik stellen Mitteldeutscher Rundfunk und der Bayerischer Rundfunk gemeinsam sicher, dass Klassikfans in Mitteldeutschland auch künftig über DAB+ ein vollwertiges, hochwertiges Klassikprogramm der ARD empfangen können. Gleichzeitig bleibt die Kompetenz und journalistische Arbeit von MDR Klassik erhalten: Die Redaktion produziert weiterhin Konzertmitschnitte, Kulturberichte, Podcasts und Klassikangebote aus Mitteldeutschland, die über digitale Plattformen ARD-weit verbreitet werden.
BR Klassik übernimmt künftig im Radio unter anderem den erfolgreichen „Bach-Kanal mit Maul und Schrammek“ oder das „Orgelmagazin“ mit Claus Fischer. Auch Konzertübertragungen mit Schwerpunkt auf den Musiklandschaften Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden weiterhin ihren festen Platz im ARD-Klassikangebot haben. „Klassik aus der traditionsreichen mitteldeutschen Kulturregion bleibt so ein unverzichtbarer Bestandteil der Klassikberichterstattung innerhalb der ARD“, so der MDR.
Bewährte Inhalte auf neuen Wegen
Für die Hörer bedeutet die Umstellung vor allem eine neue technische Verbreitung. Wer bisher MDR Klassik über DAB+ empfangen hat, findet auf derselben Frequenz künftig BR Klassik. Allerdings ist nach MDR-Angaben ein neuer Sendersuchlauf erforderlich.
