Die SRG setzt derzeit das Transformationsprojekt Enavant um und wird digitaler, beweglicher und effizienter. Gleichzeitig stellt sie sich unter veränderten finanziellen Rahmenbedingungen neu auf und reagiert unter anderem auf die vom Bundesrat beschlossene Senkung der Medienabgabe. Im Zuge dieser Neuausrichtung überprüft die SRG auch ihre Angebotsstrategie. Vor diesem Hintergrund hat sie beschlossen, die Swiss Satellite Radios zu verkaufen. Die Sender können auch von privaten Medienunternehmen betrieben werden und gehören als reine Musiksender gemäß Konzession nicht zum Auftrag der SRG.
Nach einem offenen und sorgfältigen Auswahlverfahren hat die SRG zwei geeignete Käufer für die Swiss Satellite Radios gefunden: CH Media übernimmt Radio Swiss Pop ab Januar 2027, die Digris AG betreibt die Sender Radio Swiss Classic und Swiss Jazz ab Juli 2027. Der Verwaltungsrat der SRG hat dem Verkauf am 16. September 2026 zugestimmt. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Kontinuität fürs Publikum gewährleistet
Die SRG hat sich im Verkaufsprozess dafür eingesetzt, dass die bewährten und beim Publikum beliebten Musiksender im heutigen Charakter erhalten bleiben: Die Sender halten an ihrer bisherigen musikalischen Ausrichtung fest und werden weiterhin ohne Moderation sowie mit zurückhaltenden Werbeanteilen ausgestrahlt. Der Anteil Schweizer Musik liegt wie bisher bei mindestens 50 Prozent. Zudem ist die Verbreitung über DAB+, Streaming- und Drittplattformen sowie über Kabelnetzbetreiber gesichert.
Die von der SRG definierten Verkaufsauflagen gelten für zwei Jahre. Nach Ablauf dieser Frist entscheiden die neuen Eigentümer eigenständig über die weitere Programmgestaltung sowie über die Verbreitung und Vermarktung ihrer Programme.
SRG fördert Schweizer Musik weiterhin
Der Verkauf der Musiksender ändert nichts am Engagement der SRG für die Schweizer Musik. Die SRG bleibt mit der „Charta der Schweizer Musik“ verpflichtet, Schweizer Musik und Künstler in ihrem Programm zu fördern sowie die Schweizer Musik weiterhin angemessen in ihren Angeboten zu berücksichtigen.
