Die flämische, die französische und die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens haben einen gemeinsamen Standpunkt zur Verfügbarkeit eines herkömmlichen Radios in Neufahrzeugen bezogen. Das berichtet das Onlinemagazin Radiovisie. Den Angaben zufolge wird sich Belgien bei den europäischen Verhandlungen über den Digital Networks Act für eine Verpflichtung einsetzen, den terrestrischen Radioempfang in neuen Autos beizubehalten.
Der europäische Konsens über diese Regelung ist sehr groß. Auch die Radiolobbys pochen schon seit Monaten auf die Beibehaltung und gute Auffindbarkeit. Nach Ansicht der Medienminister der drei belgischen Landesteile dürfen Autofahrer nicht ausschließlich von Internetradio oder Streamingdiensten abhängig werden.
Die Minister weisen darauf hin, dass etwa 17 Prozent des Radiohörens im Auto stattfindet. Der direkte Radioempfang über den Äther funktioniert ohne Mobilfunkverbindung oder Datenverbrauch. Er bleibt nach Ansicht der Minister wichtig für den Zugang zu Nachrichten und für die Erreichbarkeit lokaler Radiosender.
