In Mecklenburg-Vorpommern werden die Pläne für regionale DAB+-Multiplexe überdacht. Das berichtet das Onlinemagazin SatelliFax unter Berufung auf die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV). Stattdessen soll es Gespräche über eine Mitnutzung der Multiplexe des Norddeutschen Rundfunks (NDR) durch private Programmveranstalter geben.
Der NDR muss einige seiner Hörfunkprogramme aufgrund des Rundfunkänderungsstaatsvertrags einstellen. Das schafft freie Kapazitäten in den DAB+-Sendernetzen. Diese könnten ausreichen, um den Bedarf privater Anbieter im vergleichsweise dünn besiedelten Nordosten Deutschlands zu decken.
Interesse an einer DAB+-Verbreitung bekundet seit langem die Ostseewelle, die in Mecklenburg-Vorpommern bereits landesweit auf UKW sendet. Während das Programm in Hamburg und Schleswig-Holstein bereits über DAB+ verbreitet wird, stehen in Mecklenburg-Vorpommern keine geeigneten Übertragungskapazitäten zur Verfügung.
Keine Neuausschreibung freier UKW-Frequenzen
Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern hat darüber hinaus beschlossen, die Zuordnung folgender UKW-Frequenzen für den privaten Hörfunk mit Wirkung ab 1. September 2026 aufzuheben:
- Greifswald – 87,8 MHz – 800 Watt ERP
- Schwerin – 90,1 MHz – 200 Watt ERP
- Rostock – 92,4 MHz – 100 Watt ERP
- Wismar – 97,0 MHz – 200 Watt ERP
- Stralsund – 103,1 MHz – 200 Watt ERP
- Ahrenshoop – 103,3 MHz – 630 Watt ERP
- Stralsund – 103,6 MHz – 250 Watt ERP
- Rostock – 106,5 MHz – 200 Watt ERP
Die Frequenz 103,6 MHz in Stralsund wird derzeit noch von Radio Paradiso genutzt. Dieses Programm wechselt auf 98,9 MHz und kann seine Strahlungsleistung von 250 auf 400 Watt erhöhen.
