Ab 2028 werden die Programme von BB Radio, 94,3 rs2, Berliner Rundfunk 91.4 und Schlager Radio auf DAB+ in Brandenburg fünffach regional auseinandergeschaltet. Das bedeutet für die Hörer: lokale Nachrichten, Wetter- und Verkehrsmeldungen erhalten sie zukünftig passgenau auf ihre Region zugeschnitten. Die dafür notwendigen DAB+-Zuweisungen hat der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) im Juni vergeben.
Martin Gorholt, Vorsitzender des mabb-Medienrates: „Mehr Regionalität geht nicht! Mit dieser technischen Veränderung können Radiomacher noch besser auf die Bedürfnisse ihrer Hörerschaft in Brandenburg eingehen. Und für die Hörer selbst bedeutet es einen enormen Zugewinn, da sie noch besser mit lokal-relevanten Informationen versorgt werden.“ Um die Verbreitung regionalisierter Nachrichten und Berichterstattung über DAB+ noch stärker zu fördern, beabsichtigt die mabb, ein Förderprogramm auszuschreiben.
Gleichbleibende Qualität über alle Programme hinweg
Auch technisch wird sich die DAB+-Struktur in Berlin und Brandenburg ab 2028 grundlegend ändern. Öffentlich-rechtliche, private und nichtkommerzielle Radioprogramme werden zukünftig über die gleichen Sendeanlagen in der gleichen Qualität verbreitet. Neben den genannten Zuweisungen ist auch eine Übertragungskapazität für den Offenen Kanal ALEX Berlin vorgesehen.
Ziel der neuen Struktur ist es, die DAB+-Versorgung in beiden Bundesländern so zu gestalten, dass eine flächendeckende und trotzdem regionalisierte Verbreitung von Programminhalten möglich ist. Dazu hat sich die mabb in den vergangenen drei Jahren regelmäßig mit Marktteilnehmern ausgetauscht. Aktuell senden die privaten Programme in Berlin und Brandenburg über DAB+ jeweils nur eine Programmversion. Das heißt: Die Hörer in der Uckermark und im Spreewald hören die gleichen Lokalnachrichten. Mit den erfolgten Zuweisungen hat der Medienrat jetzt die Weichen für ein neues DAB+-Modell und somit ein regionalisiertes Programm gestellt.
