In dieser Woche hat die Arbeitsgemeinschaft Media Analyse e.V. (agma) die ma 2026 IP Audio II veröffentlicht. Radio NRW ist mit 22 Millionen Stream-Sessions im Durchschnitts-Monat nicht nur unangefochtener Spitzenreiter. Der nordrhein-westfälische Mantelprogramm-Anbieter legte auch noch um elf Prozent zu. Mit großem Abstand folgt WDR 2 auf Rang 2. 16 Millionen Sessions sind gleichbedeutend mit einem Plus von zwei Prozent. Auf dem dritten Platz liegt der Deutschlandfunk mit 13 Millionen Sessions (plus sechs Prozent).
Einziges Privatradio in den Top 10 ist Antenne Bayern. Der landesweite Privatsender aus dem Freistaat kommt auf acht Millionen Sessions. Damit hat die Station einen leichten Verlust (minus ein Prozent) zu verzeichnen. Es reicht aber dennoch für den neunten Platz. Die Rock Antenne legte um fünf Prozent zu, während die Oldie Antenne einen Verlust von drei Prozent beklagen musste. Meistgehörtes deutsches Rockradio bleibt Radio BOB!, das leichte Verluste (minus ein Prozent) hinnehmen musste, aber immer noch auf 4,4 Millionen Sessions kommt.
80er Radio harmony und Schwarzwaldradio nur knapp in den Top 100
Deutlich kleinere Brötchen müssen unter anderem das 80er Radio harmony (890.000 Sessions, minus sechs Prozent, Platz 87) und Schwarzwaldradio (830.000 Sessions, plus ein Prozent, Platz 90) backen. Während 90s90s Radio um sieben Prozent auf 492.000 Sessions (Platz 135) zulegte, kommt der Schwestersender 80s80s Radio nur auf 222.000 Sessions (minus ein Prozent, Platz 185). Die guten Zahlen in der ma Audio verdankt 80s80s Radio demnach offenbar vor allem der terrestrischen Verbreitung über DAB+.
Erstmals ausgewiesen ist AIDA Radio, das schon seit einigen Jahren bundesweit über DAB+ und weltweit via Internet zu empfangen ist. Mit knapp 194.000 Sessions im Durchschnittsmonat kommt der Sender immerhin auf Platz 193. Ebenfalls erstmals mit dabei ist der Country-Sender The WOLF, der mit 165.000 Sessions auf Rang 199 liegt. Terrestrisch ist das Programm nur in einigen Bundesländern zu hören. Im Streaming wirbt die Station aber bundesweit für ihr Programm.
Streaming-Nutzung bleibt stabil
Insgesamt wurde Streaming im ersten Quartal 2026 fast genauso viel genutzt wie im vierten Quartal des Vorjahres. Das Minus von 0,5 Prozent kann man nahezu vernachlässigen. Interessant ist das Ergebnis, dass der Simulcast von Programmen, die auch über Antenne zu empfangen sind, um drei Prozent zugelegt hat, während ausschließlich via Internet verbreitete Angebote in der Nutzung um zehn Prozent einbrachen.
