Neue Details zum terrestrischen Radio in den Niederlanden (Foto: Marjon Besteman auf Pixabay)
Weitere DAB+-Progamme in den Niederlanden? (Foto: Marjon Besteman auf Pixabay)

Niederlande: Lokale öffentliche Sender können zweite DAB+ Lizenz beantragen

Lokale öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten in den Niederlanden können ab Dienstag, den 9. Juni, eine zweite Lizenz pro DAB+-Frequenzblock beantragen. Das berichtet das Onlinemagazin Radiowereld. Dies gebe den Lokalsendern die Möglichkeit, beispielsweise einen zweiten Kanal auch digital terrestrisch auszustrahlen.

Derzeit dürfen lokale öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten in den Niederlanden maximal eine Lizenz pro Frequenzblock besitzen. Nur die lokalen Rundfunkanstalten in den vier größten Städten des Landes verfügen bereits seit einiger Zeit über eine zweite Lizenz für die lokalen Versionen des Programms FunX.

Auch Privatradios können weitere Lizenzen beantragen

Anfang des Jahres hat die Rijksinspectie Digitale Infrastructuur (RDI) mit dem Verteilungsverfahren für Restkapazitäten in den 57 lokalen DAB+-Netzen in den Niederlanden begonnen. Neu ist, dass die Verteilung nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ erfolgt. Anträge werden in der Reihenfolge bearbeitet, in der sie vollständig und korrekt bei der RDI eingehen. Wenn es innerhalb einer Zuteilung mehr Anträge als verfügbare Lizenzen gibt, folgt eine Auslosung.

Bislang durften nur kommerzielle Anbieter Anträge auf weitere lokale DAB+-Lizenzen für lokales DAB+ stellen. Ab dem 9. Juni steht der Weg auch lokalen öffentlich-rechtlichen Sendern offen. Pro Frequenzblock stehen insgesamt maximal 18 Sendeplätze zur Verfügung. Derzeit ist noch kein einziger Multiplex voll belegt. Die noch verfügbare Kapazität variiert je nach Region. Die Laufzeit der Lizenzen endet am 31. August 2030.