Der rbb stellt sich neu auf (Foto: Nicole Streit auf Pixabay)
Der rbb stellt sich neu auf (Foto: Nicole Streit auf Pixabay)

Konsolidierung abgeschlossen: rbb geht nächsten Schritt in der Erneuerung des Senders

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) zieht in der jüngsten Sitzung des rbb-Rundfunkrats (17. September 2026) eine positive Bilanz: Mit Abschluss des Konsolidierungsprogramms stehen dem rbb schon im Jahr 2026 14,6 Mllionen Euro, ab kommendem Jahr 19,5 Millionen Euro, ab 2028 jährlich 22 Millionen Euro zur Verfügung. Der rbb kann nun Mittel für die digitale Transformation des Programms sowie die digitale technische Erneuerung zur Verfügung stellen. Damit hat der Sender sichergestellt, dass er nicht nur kurzfristig zahlungsfähig, sondern auch langfristig zukunftsfähig ist.

Jetzt geht der rbb bei der inhaltlichen und strukturellen Erneuerung des Senders den nächsten Schritt. Gemeinsam mit Kollegen aus dem Projekt „Neue Zusammenarbeit“ definiert das Führungsteam des rbb bis Ende Oktober die neuen Strukturen und Führungsrollen auf der dritten Ebene.

Ulrike Demmer: „Können in die Weiterentwicklung des Senders investieren“

rbb-Intendantin Ulrike Demmer vor dem Rundfunkrat: „Wir haben die Liquidität gesichert und können in die programmliche und technische Weiterentwicklung des Senders investieren. Nun gehen wir den nächsten Schritt im Umbau des Senders. Medien und Gesellschaft befinden sich in historischem Wandel. Der rbb reformiert sich selbst entsprechend. Dabei bleiben die Erwartungen der Beitragszahlerinnen und -zahler unser Leitmotiv.“

Die Ausgaben wurden vorrangig durch Personalabbau verringert, nicht durch die Reduzierung von Programm. Einmalig hat der rbb rund 18 Millionen Euro für das Freiwilligen-/ und Anspracheprogramm zum Personalabbau aufgewendet. Abgebaut wurden rund 170 Stellen. Erklärtes Ziel der Konsolidierung war es zudem, dass durch Austritte freiwerdende Stellen in Zukunft mit Berufsbildern der Zukunft nachbesetzt werden. Der Prozess der Konsolidierung gewährleistet damit finanzielle Stabilität, Arbeitsplatzsicherheit sowie Entwicklungsperspektiven für die Belegschaft des rbb.

Prof. Dr. Nicole Küchler-Stahn: „Wir sind froh, diesen Meilenstein erreicht zu haben“

Verwaltungs-, Produktions- und Betriebsdirektorin Prof. Dr. Nicole Küchler-Stahn: „Nach mehreren Jahren konsequenter Konsolidierung gelingt es dem rbb, die geplanten Aufwendungen dauerhaft an das erwartete Ertragsniveau anzupassen und gleichzeitig die organisatorische und digitale Transformation im Programm und in Technik und Betrieb voranzutreiben. Die Konsolidierung des rbb erfolgte im Rahmen der strategischen Vorgaben des initiierten Strategieprozesses ‚Zielbild 2028‘ und unter Partizipation der Kolleginnen und Kollegen. Wir sind froh, diesen Meilenstein erreicht zu haben.“

Unterhalb des staatsvertraglich definierten Direktoriums aus Intendantin Ulrike Demmer, Verwaltungs-, Produktions- und Betriebsdirektorin Nicole Küchler-Stahn sowie Programmdirektor Robert Skuppin ersetzt seit April eine völlig neue Struktur die zweite Führungsebene. Die bislang zwölf Bereiche sind auf sieben reduziert worden. Diese Führungsebene macht den rbb durch vernetztes Arbeiten und kürzere Entscheidungswege schneller und flexibler. Zugleich führt sie mittelfristig zu einer deutlichen Verringerung des außertariflichen Personalaufwands.

Größter Veränderungsprozess der Unternehmensgeschichte

rbb-Intendantin Ulrike Demmer: „Gemeinsam gestalten wir den größten Veränderungsprozess unserer Unternehmensgeschichte. Dazu trägt gute Zusammenarbeit mit Mitarbeitendenvertretungen und unseren Gremien bei. Diese Maßnahmen werden den rbb nachhaltig sparsamer, effizienter und schlagkräftiger machen. Fast jede und jeder im rbb ist betroffen, die Mehrzahl der Kolleginnen und Kollegen direkt. Der dazugehörige Prozess ist nicht nur langwierig und aufwändig, sondern teilweise auch schmerzhaft. Ich danke allen im rbb, die sich durch Vorschläge, Fragen und Kritik konstruktiv und offen daran beteiligen.“

Programmdirektor Robert Skuppin: „Wir starten den organisatorischen Umbau aus einer guten Position: Unsere Programme sind reichweitenstark und relevant, so erfolgreich wie lange nicht mehr. Wir haben in einer gemeinsamen Kraftanstrengung die Finanzen des Senders so geordnet, dass dem Programm zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen.“