Am 10. September fiel der Startschuss für die im Regierungsprogramm vorgesehene Gesamtreform des ORF. Rund 200 geladene Teilnehmer aus Politik, Medien, Wissenschaft, Kunst, Kultur, Sport, Kreativwirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung folgten der Einladung von Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler und traten am ersten Tag des ORF-Zukunftsforums in Wien zusammen.
Babler hob in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung öffentlich-rechtlicher Medien hervor: „Wir reformieren den ORF nicht, um das Fernsehen von gestern zu retten. Wir reformieren ihn, um die demokratische Öffentlichkeit von morgen zu sichern.“ Schließlich tragen Medien eine große Verantwortung bei der Berichterstattung und der Einordnung von Informationen und der Abbildung der österreichischen Vielfalt unter anderem in den Bereichen Kultur, Sport, Wissenschaft, Religion oder Minderheiten.
Im Vorfeld des ORF-Zukunftsforums wurden im Rahmen von Beteiligungsformaten Bürger und Experten eingeladen, ihre Ideen für die ORF-Reform mitzugeben.
„Der ORF wird von den Menschen in diesem Land finanziert. Er soll für die Menschen in diesem Land da sein, und daher ist es auch wichtig, dass möglichst viele Perspektiven auch in die Frage einfließen, wie seine Zukunft aussehen soll“, so Vizekanzler Babler.
Darum geht es beim ORF-Zukunftsforum
Das Programm des ORF-Zukunftsforums verbindet wissenschaftliche und internationale Perspektiven mit Dialog- und Arbeitsformaten. Internationale Experten sowie Vertreter öffentlich-rechtlicher Medien bringen Erfahrungen aus anderen Ländern ein und ordnen aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Medienpolitik, Plattformökonomie und Digitalisierung ein.
Die Keynote „Zur Rolle öffentlich-rechtlicher Medien im digitalen Umfeld“ hielt die Inhaberin des Lehrstuhls für Journalistik an der KU Eichstätt-Ingolstadt, Annika Sehl, bevor sich die Teilnehmer in die fünf thematischen Arbeitsgruppen („Öffentlich-rechtlicher Auftrag und Programm“, „Jugend und Medienkompetenz“, „Digitalisierung, Plattformen und Künstliche Intelligenz“, „Strukturen, Governance und Repräsentanz des Publikums“, „Kooperationen und Medienstandort Österreich“) zurückzogen.
Matthias Rohrer, Geschäftsführer Das Zielgruppen Büro, präsentierte die Ergebnisse aus Online-Konsultation, Fokusgruppen und Jugend-Workshop.
Den Abschluss des ersten Tages bildete eine Diskussionsrunde mit Anna Buchegger, Marina Lacković alias Malarina, Ralf Rangnick, Jakob Schubert, Anna Weidenholzer, die die Perspektiven aus Unterhaltung, Kunst, Kultur und Sport abbilden soll.
