Am 4. Mai 2026 hat die Versammlung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) die Milling Broadcast Services GmbH einstimmig mit der Wartung, Überwachung und Signalzuführung der landeseigenen UKW-Sendeinfrastruktur beauftragt. Das Projekt umfasst 17 Senderstandorte in Niedersachsen und sichert die technische Verbreitung der niedersächsischen Bürgerradios auf UKW.
„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen der NLM und ihrer Versammlung“, sagt Christian Milling, Geschäftsführer der Milling Broadcast Services GmbH. „Mit unserem Konzept bringen wir einen spürbaren Qualitätssprung für die Hörerinnen und Hörer der niedersächsischen Bürgerradios – und gleichzeitig eine deutlich höhere Betriebssicherheit für die Programmveranstalter.“
Im Zentrum des neuen Betriebskonzepts steht ein innovativer und resilienter Technologiemix, der die UKW-Verbreitung in Niedersachsen auf ein neues Qualitätsniveau hebt. Die neue Zuführungstechnologie von Milling Broadcast Services ermöglicht es erstmals, die gesetzlich maximal zulässigen Werte für Hub und MPX-Pegel vollständig auszuschöpfen, ohne sie zu überschreiten. Das bedeutet: eine höhere Lautstärke und ein deutlich verbesserter Signal-Störabstand bei garantierter Einhaltung aller regulatorischen Vorgaben.
Zusatzfeatures ohne Aufpreis
Leistungen, die in der Vergangenheit oft als kostenpflichtige Zusatzdienste gebucht werden mussten, gehören bei Milling Broadcast Services zum Standard. Dazu zählen insbesondere RDS-Dienste sowie RadioText Plus – Funktionen, die den Bürgerradios neue Möglichkeiten der Höreransprache eröffnen, etwa durch die Anzeige von Sendungstiteln, Interpreten und weiterführenden Programminformationen auf dem Radio-Display.
Ein besonderer Schwerpunkt des Konzepts liegt auf der Ausfallsicherheit. Die Audiosignale der Bürgerradios werden über mehrere parallele Kontributionswege zu den Senderstandorten geführt – sowohl drahtgebunden über IP als auch drahtlos über Funkstrecken. Ergänzend steht ein DAB+-gestützter Empfangsweg sowie ein lokales Notfall-Audiofile als letzte Rückfallebene bereit. Diese mehrfache Georedundanz stellt sicher, dass die Programme auch bei Störungen einzelner Übertragungswege unterbrechungsfrei auf Sendung bleiben. Durch einen cloud-basierten Ansatz kann sogar bei Ausfall des Sendestudios, zum Beispiel nach einem Stromausfall oder einer Naturkatastrophe, in kürzester Zeit auf einen Ersatzweg umgeschaltet werden.
Rekordtempo bei der Umsetzung
Die Vorgabe der NLM war ambitioniert: Bis zum 1. Juli 2026 sollten alle 17 Senderstandorte auf den neuen Betrieb umgestellt sein. Milling Broadcast Services hat diesen Zeitplan deutlich unterboten. Den ersten Sender rüstete das Team am 11. Juni um. Gut zwei Wochen später, am 26. Juni, waren sämtliche 17 Standorte vollständig migriert – fünf Tage vor der gesetzten Frist.
Christian Milling: „Von der Auftragsvergabe am 4. Mai bis zur vollständigen Umstellung aller Standorte lagen gerade einmal 53 Tage – ein Tempo, auf das unser gesamtes Team stolz sein kann.“
Die Milling Broadcast Services GmbH ist ein spezialisierter Dienstleister für Rundfunktechnik und Senderbetrieb. Das Unternehmen bietet umfassende Lösungen für den technischen Betrieb von Hörfunk-Infrastruktur – von der Signalzuführung über die Senderüberwachung bis zur Wartung und Optimierung von Sendeanlagen.
