Der Deutschlandfunk plant für den 30. November eine Programmreform. Das berichtet das Onlinemagazin ÜberMedien. Auch aus der Tagesordnung für die Sitzung des Deutschlandradio-Hörfunkrats am 18. Juni geht hervor, dass Änderungen im Deutschlandfunk-Programm geplant sind. Dem Bericht zufolge wird bereits seit zwei Jahren an der Umgestaltung des Senders gearbeitet. Die Pläne sehen den Angaben zufolge vor, die „Informationen am Morgen“ künftig von 6 bis 10 Uhr auszustrahlen. Derzeit läuft die Sendung noch eine Stunde früher.
Das Vormittagsprogramm mit Hörerbeteiligung soll vom Themenspektrum her breiter aufgestellt und auf zwei Stunden verlängert werden. Das Nachmittagsprogramm soll nicht mehr aus halbstündigen Themensendungen bestehen. Stattdessen seien längere Programmstrecken vorgesehen, was für mehr Flexibilität sorgen könnte.
90 Minuten „Drive Time“ am frühen Abend
Eine ein einhalbstündige „Drive Time“ ab 17 Uhr wird unter anderem die „Informationen am Abend“ ersetzen. Anstelle einer 20-minütigen Hintergrund-Sendung am Abend seien künftig drei vergleichbare, werktägliche Formate vorgesehen. Nicht zuletzt will der Deutschlandfunk dem Bericht zufolge verstärkt Inhalte im linearen Programm senden, die es bislang nur als Podcasts gab.
Wie ÜberMedien weiter berichtet, sollen die geplanten Änderungen im Juli offiziell veröffentlicht werden. Intern gebe es allerhand Widerstand gegen die Pläne, den Deutschlandfunk „durchhörbarer“ zu machen. Auf die Meinung der Mitarbeiter werde jedoch nicht gehört, sodass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Reform wie geplant umgesetzt wird.
