2025 nutzten die Menschen in Deutschland durchschnittlich zehn Stunden und 53 Minuten pro Tag Medien. Neun Stunden und 38 Minuten davon entfielen auf Audio- und audiovisuelle Inhalte – Radio und Fernsehen sowie Audio- und Video-Streaming. Das entspricht 88,5 Prozent der Gesamtnutzung. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entwickelten sich sowohl die Mediennutzung insgesamt als auch die Nutzung der Audio- und audiovisuellen Inhalte stabil. Dies geht aus der VAUNET-Mediennutzungsanalyse 2025 hervor.
Johannes Leibiger, Leiter Medienwirtschaft & Forschung des VAUNET, erklärte: „Die Mediennutzung in Deutschland bewegt sich 2025 konstant auf einem bemerkenswert hohen und stabilen Niveau und wird maßgeblich von Audio- und audiovisuellen Inhalten geprägt. Klar zeigt sich dabei die anhaltende Relevanz der linearen Angebote wie Fernsehen und Radio. Sie stellen trotz wachsender digitaler Nutzung weiterhin den größten Anteil. Gleichzeitig gewinnen Video- und Audio-Streaming weiter an Gewicht und treiben insbesondere die mediale Internetnutzung voran. Die Mitgliedsunternehmen des VAUNET sind mit ihren Angeboten auf allen Verbreitungswegen vertreten und Innovationsmotor der medialen Transformation in Deutschland.“
Frank Giersberg, Geschäftsführer des VAUNET, ergänzte: „Die aktuelle Entwicklung zeigt eindrucksvoll die gesellschaftliche Relevanz der Audio- und audiovisuellen Medienangebote, die in Zeiten von Desinformation und Fake News mit ihren zuverlässigen Inhalten eine besondere demokratiesichernde Funktion erfüllen. Im Markt refinanzierte private Medienangebote sind dabei darauf angewiesen, dass sie im Wettbewerb mit den Big-Tech-Plattformen und beitragsfinanziertem Rundfunk faire Wettbewerbsbedingungen haben und ihre Finanzierungsgrundlagen in allen Bereichen hinreichend geschützt werden. Im Werbemarkt tragen alle Akteure gemeinsame Verantwortung für den Erhalt von unabhängigem Journalismus und demokratischen Medien. Dazu zählt auch die Allokation von Werbeinvestitionen in ‚Value Media‘-Umfelder.“

Radionutzung bleibt stabil
Die durchschnittliche tägliche Audionutzung lag im Jahr 2025 hochgerechnet bei insgesamt vier Stunden und 19 Minuten und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um sechs Minuten (2024: vier Stunden und 13 Minuten). Hiervon entfiel mit drei Stunden und neun Minuten weiterhin der Großteil der Audionutzung auf das werktägliche Radiohören (Vorjahr: drei Stunden und drei Minuten). Der restliche Audiokonsum entfiel hauptsächlich auf die Nutzung von Online-Audio-Inhalten: 50 Minuten auf das Musikstreaming (2024: 49 Minuten) und neun Minuten auf Podcasts (2024: zehn Minuten).
Die tägliche Bewegtbildnutzung lag 2025 bei insgesamt fünf Stunden und 19 Minuten, davon entfielen zwei Stunden und 55 Minuten auf die Fernsehnutzung (2024: drei Stunden und acht Minuten), eine Stunde und 43 Minuten auf die Online-Video-Nutzung (2024: eine Stunde und 38 Minuten) sowie 38 Minuten auf Videospiele (2024: 37 Minuten).
Die hohe Relevanz der Audio- und audiovisuellen Medien in Deutschland spiegelt sich auch in der Reichweite der Gattungen wider: Radio und Fernsehen sowie Audio- und Video-Streaming erreichen praktisch die gesamte Bevölkerung in Deutschland. 2025 sahen 85,7 Prozent der Menschen ab 14 Jahren in Deutschland regelmäßig fern, 92,3 Prozent hörten regelmäßig Audio und Radio. Die jeweiligen Tagesreichweiten betrugen im Fernsehen 59,1 Prozent und im Audio-Bereich 75,1 Prozent.
Alle Daten, Analysen und Details zur Entwicklung der Audio- und audiovisuellen Mediennutzung 2025 insgesamt sowie zu den einzelnen Segmenten können von der VAUNET-Website heruntergeladen werden.
