Briten hören Radio digital (Foto: Neri Vill auf Pixabay)
Briten hören Radio digital (Foto: Neri Vill auf Pixabay)

Großbritannien: Fast 75 Prozent der Radionutzung digital

Die britische Regierung hat eine neue Studie des Radio- und Audiosektors eingeleitet, um sicherzustellen, dass die Branche „auch in Zukunft florieren kann“. Hintergrund sind einem Bericht des Onlinemagazins Broadband TV News zufolge veränderte Hörgewohnheiten. So verlagere sich die Nutzung auf digitale und Online-Plattformen.

Laut Department for Digital, Culture, Media & Sport (DCMS) werden mittlerweile 74,6 Prozent aller Radiosendungen im Vereinigten Königreich über digitale Plattformen gehört, basierend auf den neuesten RAJAR-Zahlen, die am 5. Februar veröffentlicht wurden. Mit Hilfe der Studie soll bewertet werden, wie sich die Hörfunk- und Audio-Verbreitung bis in die 2030er und frühen 2040er Jahre entwickeln werden.

UKW-Abschaltung in den 2030er Jahren?

Zu den wichtigsten Themen gehören die Frage, ob in den 2030er Jahren ein kontrollierter Übergang weg vom UKW-Radio stattfinden sollte, wie sich künftige Entscheidungen zum digitalen terrestrischen Fernsehen auf die Verbreitung von Radio auswirken könnten und welche Rolle neue Technologien wie KI spielen – einschließlich potenzieller Vorteile wie personalisiertere Erlebnisse und Unterstützung bei der Überprüfung von Fakten. Die Überprüfung soll im Herbst 2026 abgeschlossen sein und in den Prozess zur Überarbeitung der BBC-Charta einfließen.

Die Ankündigung folgt auf die jüngste Runde des Community Radio Fund der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom, in deren Rahmen 47 Community-Sender in ganz Großbritannien mit mehr als 1 Million Pfund (1,15 Millionen Euro) gefördert wurden.