Sonos hat im Frühjahr 2024 eine neue App veröffentlicht. Damit wurden die Systeme vieler Kunden instabil. Auch bei mir funktionierte vieles nicht mehr so, wie ich es seit Jahren gewohnt war. Das Drama zog sich über viele Monate. Sonos versuchte, mit Software-Updates für Abhilfe zu sorgen. Das klappte nur zum Teil.
In einigen Fällen schlugen sogar die Updates fehl. Das führte dazu, dass sich die Multiroom-Systeme gar nicht mehr oder mit massiven Einschränkungen verwenden ließen. Ich hatte in den letzten eineinhalb Jahren immer wieder das Problem, dass ich Software-Aktualisierungen immer und immer wieder anstoßen musste, bis sie schlussendlich doch installiert wurden.
Firmware-Updates gelingen wieder problemlos
Mittlerweile funktioniert das wieder. In den letzten Wochen vor Weihnachten gab es gleich zwei Firmware-Aktualisierungen, die von meinem System problemlos verarbeitet wurden. Ich bin wieder deutlich zufriedener, nachdem ich zwischenzeitlich ernsthaft auf der Suche nach Sonos-Alternativen war.
Auch Verbindungsprobleme einiger Sonos-Komponenten kamen in letzter Zeit nicht mehr vor. Es ist sehr selten geworden, dass einzelne Lautsprecher plötzlich die Wiedergabe beenden. Allerdings habe ich die meisten Sonos-Geräte mittlerweile per Ethernet-Kabel ins Netz eingebunden. Nur im Räumen, wo das schlecht bis gar nicht machbar ist, habe ich auf die kabelgebundene Verbindung verzichtet.
Es gibt nach wie vor Schwachstellen
Alle Probleme sind freilich noch nicht behoben worden. So ist Pocket Casts über den Original Sonos Controller nicht sinnvoll nutzbar, da wahllos alle noch ausstehenden Podcasts in die Playlist übernommen werden, auch wenn man gezielt nur eine einzige Sendung hören möchte.
Auch von der Synchronisation des „Hör-Status“ überzeugt mich noch nicht. Abhilfe schafft die Nutzung der Drittanbieter-App SonoPhone bzw. SonoPad, die allerdings nur für iOS bzw. iPadOS, nicht aber für Android verfügbar ist. Auch das Zusammenfassen oder Trennen von Räumen für die Wiedergabe läuft über SonoPhone/SonoPod irgendwie selbsterklärender als über die App, die Sonos selbst zur Verfügung stellt.
Eigene Streams nur über TuneIn
Was mir auch nicht gefällt: Eigene Streams lassen sich nur über TuneIn hinzufügen. Dadurch macht sich Sonos von einem Drittanbieter-Dienst abhängig. Zudem sind diese Streams nach wie vor über den Sonos Controller auf dem Mac (und vermutlich auch am Windows-PC) nicht zugänglich. Offenbar ist diese Schwachstelle zu wenig relevant, als dass sich darum gekümmert werden würde.
Der Radioplayer kann über den Sonos Controller am Desktop nur noch eingeschränkt genutzt werden. Auch das ist ein Fehler, der offenbar nicht mehr behoben wird, zumal die nativen Sonos-Apps für Windows und macOS perspektivisch nicht mehr unterstützt werden sollen.
Sonos ist alternativlos
Sonos funktioniert mehr so wie früher. Zumindest läuft der Dienst aber wieder stabil. Ich sehe noch keine Vorteile der neuen Software, dafür durchaus einige Nachteile. Dennoch bin ich wieder zufrieden, zumal es für Interessenten, die hauptsächlich Internetradio und Podcasts über ein Multiroom-System nutzen möchten, keine wirklich guten Alternativen gibt.
