Die Rückkehr der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) auf UKW rückt näher. Wie das Branchenportal persoenlich.com am 21. Oktober berichtet, wartet das Unternehmen nur noch darauf, dass seine neue UKW-Funkkonzession rechtskräftig wird. Anschließend soll die terrestrische Verbreitung der Radioprogramme wieder aufgenommen werden. Die Konzession gilt bis Ende 2034.
In der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin will die SRG jeweils drei Radioprogramme über UKW ausstrahlen. Technische Tests mit dem Dienstleister Swisscom Broadcast laufen bereits seit Ende Juli.
Zunächst 85 Prozent der Bevölkerung versorgt
In einer ersten Ausbaustufe soll die UKW-Versorgung rund 85 Prozent der Bevölkerung erreichen. Dafür werden jährliche Kosten von etwa 6,6 Millionen Franken veranschlagt. Bis Ende 2028 ist eine Erweiterung auf 95 Prozent geplant. Die jährlichen Kosten könnten dann auf bis zu 15 Millionen Franken steigen. Eine Versorgung in Tunneln ist nicht vorgesehen.
Die SRG hatte ihre UKW-Sender Ende 2024 abgeschaltet und dies mit Einsparungen von jährlich 15 Millionen Franken begründet. Im ersten Halbjahr nach der Abschaltung verloren die Radioprogramme insgesamt mehr als eine halbe Million Hörer. Besonders stark betroffen war SRF 3, dessen Publikum um mehr als ein Viertel zurückging.
Grünes Licht für UKW-Verlängerung schon Ende 2025
Im Dezember 2025 beschloss das Schweizer Parlament, die UKW-Verbreitung über das Jahr 2026 hinaus zu ermöglichen. Daraufhin kündigte die SRG ihre Rückkehr auf die analoge Radioverbreitung an. Mit der nun bevorstehenden Rechtskraft der Konzession rückt die Wiederinbetriebnahme der UKW-Sender einen entscheidenden Schritt näher.
