Cumulus Media gerettet (Foto generiert mit KI)
Cumulus Media gerettet (Foto generiert mit KI)

USA: Cumulus Media schließt Insolvenzverfahren erfolgreich ab

Der US-amerikanische Radiokonzern Cumulus Media hat seine finanzielle Restrukturierung abgeschlossen und den Gläubigerschutz nach Chapter 11 verlassen. Das Unternehmen gab am Freitag (16. Oktober) bekannt, dass alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Dazu gehörte auch die Zustimmung der US-Medienaufsicht FCC.

Im Zuge der Neuordnung konnte Cumulus seine Schuldenlast erheblich reduzieren. Der Konzern annullierte bestehende Finanzverbindlichkeiten in Höhe von rund 600 Millionen US-Dollar. Insgesamt sinkt die Verschuldung nach Unternehmensangaben um etwa 550 Millionen US-Dollar. Im Gegenzug erhalten die bisherigen Kreditgeber sämtliche Anteile am neu aufgestellten Unternehmen sowie neue wandelbare Schuldverschreibungen im Wert von 50 Millionen US-Dollar.

Cumulus gehört künftig den bisherigen Kreditgebern

Mit dem Abschluss der Restrukturierung wird Cumulus Media zu einem nicht mehr börsennotierten, privat geführten Unternehmen. Ein neu besetzter Verwaltungsrat übernimmt die Kontrolle. Die bisherige Geschäftsführung bleibt dagegen im Amt. Mary G. Berner führt den Konzern weiterhin als Präsidentin und CEO.

Das Unternehmen hatte das vorbereitete Insolvenzverfahren am 4. März 2026 eingeleitet. Die Restrukturierung konnte nach Angaben von Cumulus schneller als ursprünglich vorgesehen abgeschlossen werden. Der laufende Betrieb sei während des gesamten Verfahrens ohne Unterbrechungen fortgeführt worden.

Großer Radiokonzern mit nationaler Reichweite

Cumulus Media betreibt nach eigenen Angaben 377 Radiostationen in 84 US-Märkten. Hinzu kommt das nationale Syndication-Netzwerk Westwood One, das Programme aus den Bereichen Nachrichten, Sport, Talk und Unterhaltung an mehr als 7.800 angeschlossene Stationen liefert. Auch ein eigenes Podcast-Netzwerk gehört zum Unternehmen.

Durch die Entschuldung erhält Cumulus mehr finanziellen Spielraum für seine weitere Geschäftsentwicklung. Wie sich die neue Eigentümerstruktur konkret auf die Programme, die Senderstandorte oder die Unternehmensstrategie auswirken wird, ist bislang nicht näher bekannt.