Der slowakische Auslandsdienst Radio Slowakei International (RSI) wird zum 1. November organisatorisch neu aufgestellt. Das teilte der Slowakische Rundfunk mit. Ziel sei es, die redaktionellen Abläufe effizienter zu gestalten, digitale Verbreitungswege stärker zu nutzen und die Kosten zu senken. Nach Angaben der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt sollen dadurch jährlich rund 500.000 Euro an öffentlichen Mitteln eingespart werden.
Am mehrsprachigen Angebot hält der Sender fest. RSI berichtet weiterhin auf Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Slowakisch über die Slowakei. Jede Sprachredaktion soll täglich einen 30-minütigen Programmblock mit aktuellen Nachrichten, längeren Hintergrundbeiträgen und Musik produzieren. Auch Wochenendangebote bleiben Bestandteil des Programms.
Verbreitung über Satellit, terrestrisch und via Internet
Bei der Verbreitung setzt RSI weiterhin auf mehrere Wege: Dazu gehören der Satellit Astra 3C über die Plattform Skylink, UKW, DAB+ sowie Livestreams und Podcasts. Eine größere Bedeutung erhält künftig die digitale Plattform Audio STVR. Die Kurzwelle wird im Zusammenhang mit der Zukunft des slowakischen Auslandsrundfunks nicht erwähnt, obwohl die Sendungen von RSI zumindest derzeit noch in diesem Frequenzbereich ausgestrahlt werden.
Die Neuorganisation soll den Auslandsdienst an die veränderten Hörgewohnheiten und die technischen Möglichkeiten anpassen. Die STVR will damit die internationale Ausrichtung von RSI und die Berichterstattung über die Slowakei erhalten, zugleich aber die verfügbaren Mittel effizienter einsetzen.
