Seit mehr als vier Jahren habe ich die AirPods Max von Apple im Einsatz. In letzter Zeit wurde der Kopfhörer etwas unzuverlässig. Auf einem Ohr wurde entweder die aktive Unterdrückung von Nebengeräuschen nicht mehr aktiviert oder man hörte gleich das komplette Audio nur auf einem Kanal. Das ließ sich durch mehrfaches Ab- und Aufsetzen des Kopfhörers lösen. Dennoch mag ich auf Dauer keine so unzuverlässige Technik.
Ich war daher auf der Suche nach einem Nachfolger. Naheliegend wären die neuen AirPods Max gewesen. Allerdings sind diese sehr teuer. Und da ich Kopfhörer nicht mehr ganz so oft brauche wie früher (Hintergrund: Viele Dienstreisen sind seit der Corona-Pandemie weggefallen), wollte ich nicht ganz so viel Geld ausgeben. Zudem wollte ich einen Kopfhörer haben, der nicht nur mit iPhone und iPad, sondern auch zusammen mit meinem Leica Leitzphone funktioniert.

Gute Erfahrungen mit Bose-Kopfhörern
Früher hatte ich mit Bose-Produkten sehr gute Erfahrungen gemacht. Also sah ich mir im Elektronikmarkt meines Vertrauens den Bose QuietComfort Ultra (2. Generation) an. Das ist auch kein Schnäppchen, aber das Gerät ist immer noch rund 150 Euro günstiger als die AirPods Max, es ist deutlich leichter als das Apple-Produkt, und es kann sogar parallel mit Smartphones oder Tablets betrieben werden, auf denen nicht das gleiche Betriebssystem läuft.
So 100-prozentig überzeugt hat mich der Bose QuietComfort Ultra (2. Generation) nicht. Die Hörmuscheln sind etwas klein (aber gerade noch ausreichend groß), und ich finde auch die Verarbeitung nicht so toll. Das ist vermutlich der Preis, den man bei der Ultra-Variante zahlen muss, die besonders klein und leicht ist. In den ersten Wochen der Nutzung hatte ich zudem Probleme, den Kopfhörer in das – wie immer von Bose mitgelieferte – Case zu legen. Aber man gewöhnt sich daran.

Diese Funktion gibt es bei Apple nicht
Nach nun schon einigen Monaten der Nutzung kann ich sagen, der Bose QuietComfort Ultra (2. Generation) funktioniert tadellos. Der Sound ist ebenfalls sehr gut. Die aktive Unterdrückung von Nebengeräuschen ist nicht ganz so gut wie bei den AirPods Max, aber selbst im Flugzeug völlig ausreichend. Interessant finde ich die Möglichkeit, die Unterdrückung von Nebengeräuschen sogar stufenlos einstellen zu können. Das können die AirPods nicht.
Mittlerweile ist das Preis-/Leistungsverhältnis noch etwas besser, denn im Online-Handel ist das Gadget schon für knapp über 300 Euro zu bekommen, während die AirPods Max der zweiten Generation knapp 200 Euro mehr kosten. Das geringe Gewicht und der nach wie vor deutlich günstigere Preis würden den Ausschlag dafür geben, dass ich mich auch heute wieder für den Bose QuietComfort Ultra (2. Generation) entscheiden würde.

Auch AirPods Max reaktiviert
Allerdings habe ich vor einigen Wochen auch meine AirPods Max (1. Generation) reaktiviert, um vom Apple TV direkt auf den Kopfhörer zu streamen. Zumindest bei diesem Anwendungsfall gab es die vor einigen Monaten häufig beobachteten Sound-Probleme nicht. Also bekommt auch dieser Kopfhörer eine weitere Chance, vornehmlich zuhause. Unterwegs freue ich mich hingegen über das kompaktere Modell von Bose.
