Viele Smartphone-Nutzer haben am 18. September ihr neues iPhone bekommen. Ich hingegen erhielt einen Tag zuvor ebenfalls ein neues Smartphone. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein Gerät von Apple, sondern um das Samsung Galaxy S26 Ultra, das ich zum Marktstart bereits kurz testen konnte. Dazu habe ich mir auch gleich die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 geleistet.
Zuvor hatte der Hersteller für eine Rabatt-Aktion geworben. 500 Euro Preisnachlass haben mich überzeugt, zuzuschlagen. So habe ich das Handy und die Uhr zusammen günstiger bekommen, als ein Apple iPhone 18 Pro Max ohne weiteres Zubehör gekostet hätte. Samsung hat die – wie ich finde – beste Software, und ich wollte das Gerät als Haupt-Handy nutzen.

„Modi & Routinen“ besser als „Fokus-Einstellungen“
Nur ein Samsung-Smartphone ermöglicht es mir, die komplette Kommunikation mit einem einzigen Gerät abzuwickeln. Grund sind die sehr guten „Modi & Routinen“, die es beispielsweise verhindern, dass private Push-Benachrichtigungen mich während der Arbeit erreichen und umgekehrt. Mein Leica Leitzphone kann das mit Abstrichen auch, Apple hingegen gar nicht.
Das Pendant des iPhone zu den „Modi & Routinen“ nennt sich „Fokus“. Ja, wenn man geschäftliche Benachrichtigungen während der Freizeit ausschließt, bleiben die Pushes aus. Zugestellt werden die Mitteilungen aber trotzdem. Wischt man beispielsweise im Sperrbildschirm nach oben, um das iPhone zu entsperren, werden diese Nachrichten angezeigt. Genau das möchte ich nicht haben.

iPhone-Telefon-App mit großen Nachteilen
Es hat aber noch weitere Gründe, warum ich das iPhone 16 Pro Max als Hauptgerät durch das Samsung Galaxy S26 Ultra abgelöst habe. Seit Jahren stört es mich, dass die Anruflisten in der Telefon-App zwischen mehreren iPhones synchronisiert werden. Seit iOS 26 gilt das auch für die Telefon-Favoriten und Nachrichten der Visual Voicemail. Seit iOS 27 bevormundet einem Apple auch noch hinsichtlich als Kurzwahl gespeicherter Rufumleitungen.
Nicht falsch verstehen, es gibt sicher Nutzer, die die Änderungen als Verbesserungen empfinden. Es gibt aber auch Kunden, bei denen das anders ist. Da frage ich mich, warum es nicht möglich ist, jeweils einfach beide Modi anzubieten, umschaltbar im Menü. Dann wären alle zufrieden. Bei nachträglichen Verschlimmbesserungen reagiere ich hingegen empfindlich.
Ich möchte weiterhin ein iPhone nutzen. Es wird in Zukunft wahrscheinlich sogar ein iPhone Duo. Ich schätze nach wie vor die nahtlose Integration ins sonstige Ökosystem von Apple. Ich liebe die Multimedia-Eigenschaften des iPhone. Nur als „Kommunikations-Maschine“ ist das Gerät für mich derzeit unbrauchbar, auch wenn es Apple mittlerweile geschafft hat, unterschiedliche Klingeltöne im Dual-SIM-Betrieb zu ermöglichen und – ganz neu – sogar unterschiedliche Lautstärken für Klingel- und Benachrichtigungstöne zu definieren.

Samsung-Lautsprecher mit gutem Sound
Bei Samsung fand ich früher den Klang der eingebauten Lautsprecher nicht so toll. Ich höre zwar nicht tagtäglich am Smartphone Radio. Hin und wieder – vor allem unterwegs – aber schon. Da war der Sound immer etwas spitz. Das iPhone klang satter und ausgewogener. Diesen Nachteil hat das Samsung Galaxy S26 Ultra nicht mehr. Klanglich ist das Gerät – unter Berücksichtigung seiner Größe – einwandfrei.
Was mir beim Umstieg vom Galaxy S23 auf das Galaxy S26 Ultra auch gefallen hat: Alle Google-Accounts wurden automatisch und ohne zusätzliche Passworteingabe mitgenommen. Wozu mehrere Google-Accounts? Nun, diese stammen aus unterschiedlichen Ländern. Ich nutze diese zum Download von Apps wie iHeartRadio, Audacy und SiriusXM aus dem amerikanischen PlayStore oder von LiSTNR aus dem für australischen bestimmten Software-Shop von Google.
Der parallele Betrieb von Google-Accounts aus mehreren Ländern ist auch ein Vorteil gegenüber iOS, wo man stets zwischen den Apple Accounts wechseln muss – inklusive Passworteingabe und ggf. Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das vereinfacht die Installation einer Streaming-App, die es im deutschen Store nicht gibt, ungemein.

Starker Akku und geringes Gewicht
Einen guten Eindruck hinterlässt bisher auch der Akku des Samsung Galaxy S26 Ultra. Gerade beim Streaming, was oft viel Akku-Kapazität verbraucht, macht sich das gegenüber dem iPhone 16 Pro Max positiv bemerkbar (wobei der Vergleich nicht ganz fair ist, da das Handy von Apple bereits zwei Jahre intensiver Nutzung hinter sich hat).
Was mir gerade im mobilen Betrieb auch gut gefällt, ist das Gewicht des Android-Smartphones. Das Galaxy S26 Ultra bringt 214 Gramm auf die Waage. Beim iPhone 16 Pro Max sind es 227 Gramm, während das neue iPhone 18 Pro Max mit 249 Gramm aus meiner Sicht unakzeptabel schwer ist – so wertig das Titan-Gehäuse auch sein mag. Ich bin mit meinem Kauf sehr zufrieden. Das gilt auch für die Samsung Galaxy Watch Ultra 2, mit der ich sogar Lautstärke und Wiedergabe meines Sonos-Systems steuern kann. Apple-Fans, traut euch, ggf. auch einmal etwas anderes auszuprobieren. Das kann sich je nach Nutzungsverhalten durchaus lohnen.
