Konkret sollen die nächtlichen Nachrichtenbulletins des World Service, die Sendung „The Newsroom“ und die um 6 Uhr veröffentlichte Ausgabe des Podcasts „The Global News Podcast“ künftig in Australien produziert und moderiert werden. Das gehe aus einem internen Vorschlag hervor, der am 21. Oktober öffentlich wurde.
Die BBC plane dafür den Aufbau eines neuen Teams mit 19 Stellen in Sydney. Gleichzeitig sollen in London insgesamt 26 Stellen in den beiden betroffenen Redaktionsteams wegfallen. Das entspricht einem Nettoabbau von sieben Arbeitsplätzen. Die BBC hofft, die Veränderungen durch freiwillige Abgänge und den Abbau offener Stellen umsetzen zu können. Zwangsweise Kündigungen sollen möglichst vermieden werden.
Sendungen bleiben erhalten
Für die Hörer soll sich am Programmangebot nichts ändern. Die Nachrichtenbeiträge werden künftig zwar in Sydney produziert und präsentiert, die technische Ausspielung soll jedoch weiterhin über die Londoner Studios erfolgen. Auch das dortige Team für den Sendebetrieb bleibt bestehen.
Mit dem neuen Modell will die BBC ihre redaktionellen Abläufe besser an die unterschiedlichen Zeitzonen anpassen und die bisherige Nachtschicht in London beenden. Die neue Redaktion in Sydney soll zudem enger mit dem dortigen Online-Nachrichtenteam zusammenarbeiten.
Die Pläne sind Teil eines umfassenderen Sparprogramms: Die BBC muss ihre Ausgaben organisationsweit um 500 Millionen Pfund reduzieren. Die Verlagerung der nächtlichen Nachrichtenproduktion soll neben Einsparungen bei Nachtzuschlägen auch die Kosten für Taxifahrten und freie Mitarbeiter senken. Noch handelt es sich um einen Vorschlag, zu dem Gespräche mit den Gewerkschaften vorgesehen sind.
