Paradise FM und 915 auf Curaçao haben neue Studios in Betrieb genommen. Das berichtet das Onlinemagazin Radiowereld. Es handelt sich um zwei technisch identische, aber optisch unterschiedlich gestaltete Studios. Laut Joris Reer, Direktor von Paradise FM und 915, waren die alten Studios nicht mehr zeitgemäß: „Beide Sender sind in den letzten Jahren gewachsen. Dann muss man technisch und operativ mitgehen. Innovation ist dabei für uns unerlässlich.“
Der Bau der neuen Studios dauerte dem Bericht zufolge etwa zweieinhalb Monate. Die größte Herausforderung bestand darin, beide Programme auf Sendung zu halten. „Wir haben drei Wochen lang von einem mobilen Studio aus gesendet, das über eine direkte Internetverbindung mit dem Sendemast auf Seru Pretu verbunden war“, erzählt Reer. „Im gleichen Zeitraum haben wir das alte Studio abgebaut und am neuen Standort neu eingerichtet.“
Audio-Infrastruktur komplett digital
Ein Teil der vorhandenen Geräte wurde wiederverwendet und durch neue Hardware ergänzt. Die gesamte Audio-Infrastruktur ist nun digital aufgebaut. Die Studiomöbel wurden intern entworfen. Beide Studios sind auch mit Visual Radio ausgestattet.
Nachfolgend einige technische Details: DHD-Mischpulte aus der 52er-Serie, komplette Audio-Infrastruktur über ein umfangreiches Dante-Netzwerk, ein Orban Optimod 5700 für die FM-Sendeanlage, bei der das Signal über uMPX an die Sender gesendet wird, und ein Orban Optimod 5500 im Studio für die Abhörverarbeitung. Für den neuen Sound der Verarbeitung ist Mart Kik verantwortlich. „Er hat wirklich einen fantastischen Sound entwickelt“, sagt Reer stolz. Für die Musik wird erneut AerOn Studio von Broadcast Partners verwendet.

Studios können gegenseitig als Backup dienen
Paradise FM und 915 haben jeweils ein eigenes Studio, die gegenseitig als Backup fungieren können. Technisch sind die Studios identisch, aber optisch unterscheiden sie sich. „Paradise FM richtet sich an Menschen über 30 mit den größten Hits aller Zeiten: pure Wohlfühlmusik. 915 ist urban und lateinamerikanisch und darf etwas rauer wirken“, so Reer gegenüber Radiowereld. „Diese Identität muss sich auch in den Studios widerspiegeln.“
Laut Reer zeigt diese Investition, dass man Vertrauen in das Radio auf Curaçao hat. „Radio ist hier immer noch die Nummer eins, wenn es um Unterhaltung und Nachrichten geht. Aber das bleibt nur so, wenn man sich weiterentwickelt.“
Vor sechs Jahren hatte ich die Möglichkeit, Paradise FM und das damalige Hitradio 915 am alten Studiostandort im Fokkerweg in Willemstadt zu besuchen.
