Zum Jahreswechsel 2024/25 haben die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (SRG SSR) in der Schweiz die Verbreitung ihrer Hörfunkprogramme auf UKW beendet. Jetzt bezeichnete die Chefin der SRG, Susanne Wille, diesen Schritt in einem Interview als Fehler. UKW sei ein emotionales Thema, das die Menschen geärgert habe. Man habe den privaten Mitbewerbern eine längere Übergangszeit geben wollen. Daher habe sich die SRG als Erste von der analogen Technik zurückgezogen.
Wille hofft dem Bericht zufolge, dass die SRG ihre Programme noch in diesem Jahr auf UKW zurückbringen könne. Der Ball liege aber beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM). Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die SRG verkündet, ihre Programme wieder auf UKW anzubieten, nachdem die privaten Veranstalter diesen Verbreitungsweg nicht zum Jahresende 2026 aufgeben müssen.
Die SRG-Chefin warnte zudem vor der „Halbierungsinitiative“, bei der es darum geht, die Rundfunkgebühren von derzeit 335 Franken auf 200 Franken zu senken. Am 8. März findet eine Volksabstimmung zu dieser Initiative statt. Käme es zu dieser massiven Verringerung der Gebühren, müsse die SRG unter anderem Regionalstudios schließen. Die Initiative wolle den öffentlich-rechtlichen Rundfunk kaputtmachen.
