Beim Sharp Osaka Pocket handelt es sich um ein kleines Radio für unterwegs, das sich nicht nur durch seine kompakte Bauform auszeichnet. Das Gerät ist auch sehr leicht. Zudem verspricht der Hersteller mit „BestTune“ eine Funktion, die es bei den meisten vergleichbaren Geräten nicht gibt. Ich habe das Gerät, das im Onlinehandel für unter 60 Euro erhältlich ist, seit einigen Wochen im Einsatz.
Das Radio empfängt neben DAB+ auch UKW. Darüber hinaus verfügt es über einen Bluetooth-Empfänger. Damit kann über den eingebauten Lautsprecher beispielsweise auch Musik oder Webradio vom Smartphone gehört werden. Wie sinnvoll das ist, sei dahingestellt. Das Sharp Osaka Pocket klingt nicht schlecht, aber der Lautsprecher des Mobiltelefons dürfte in den meisten Fällen den gleichen Zweck erfüllen.

Gemeinsame Senderliste für DAB+ und UKW
Mit „BestTune“ bekommt man als Nutzer eine gemeinsame Senderliste für DAB+ und UKW – wie man es beispielsweise auch von modernen Autoradios kennt. Für jedes Programm wird automatisch der beste Empfangsweg genutzt. Zudem wird die Senderliste im Hintergrund aktuell gehalten. Auch das kennt man von vielen Autoradios.
Sehr gut hat mir das Farbdisplay gefallen, das auch die vom jeweiligen Sender übertragene Slideshow anzeigt. Das ist bei einem nur 130 mal 70 mal 26 Millimeter großen und 160 Gramm leichten Empfänger keine Selbstverständlichkeit. Zudem stehen bis zu 120 Speicherplätze zur Verfügung. Hier ist das Gerät etwas unflexibel, denn man ist auf je 40 Speicher für BestTune, DAB+ und UKW begrenzt.
Das Sharp Osaka Pocket verfügt über einen USB-C-Anschluss, über den der leider fest verbaute Akku aufgeladen werden kann. Dazu kommt eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse, über die ein Kopfhörer angeschlossen werden kann. Auch eine Tastatursperre gibt es. Das ist sinnvoll, denn so lässt sich verhindern, dass sich das Radio in der Hosentasche selbstständig macht.

Empfangsleistung kann nicht überzeugen
Weniger gut gefällt mir die Empfangsleistung des kleinen Radios. Diesbezüglich spielen das Sony XDR-P1DBP und das Peaq PDR050-B-1 in einer anderen Liga.
Die Multiplexe des Südwestrundfunks für Rheinland-Pfalz im Kanal 11A und des Mitteldeutschen Rundfunks für Thüringen im Kanal 8B konnte ich zuhause in Biebergemünd-Bieber im hessischen Spessart selbst im Freien kaum empfangen, während das mit den genannten Geräten von Sony und Peaq problemlos funktioniert.
Was man auch wissen muss: Wenn man das Radio ausschaltet, schaltet man es erstmal gar nicht aus. Stattdessen landet man im Standby-Modus. Vorteil: Dann werden Uhrzeit und Datum angezeigt. Nachteil: Dieser Modus verbraucht Strom. Wenn das Gerät für den Radioempfang gebraucht wird, ist der Akku leer. So schön es ist, Uhrzeit und Datum direkt im Blick zu haben: Das ist eigentlich nicht praktikabel.
Natürlich lässt sich das Sharp Osaka Pocket auch komplett ausschalten. Dazu muss der Ein/Aus-Schalter im Standby-Betrieb nochmals lang gedrückt werden (drückt man ihn nur kurz, so wird das Gerät erneut eingeschaltet).

Fazit: Features top – aber schwacher Empfang
Die Features des Sharp Osaka Pocket sind toll. Mir hat das Gerät mit seiner BestTune-Funktion und dem Farbdisplay gut gefallen. Im Alltag nutzen würde ich es trotzdem nicht. Dafür ist der Empfang einfach zu schwach. Normalhörer werden das allerdings kaum bemerken. Ortssender können nämlich auch mit dem kleinen Empfänger von Sharp problemlos gehört werden. Nur beim DXing hapert es.