Frontier Smart kundenfeindlich (Foto: RadioBlog.eu)
Frontier Smart kundenfeindlich (Foto: RadioBlog.eu)

Frontier Smart kundenfeindlich: Darum sollte man keine WLAN-Radios mehr kaufen

WLAN-Radios polarisieren. Einerseits sind die Geräte praktisch, die via Internet verbreitete Hörfunkprogramme wiedergeben – und das bei einer Bedienung, die der eines klassischen Empfängers sehr nahekommt. Verfügt der Receiver auch noch über ein Empfangsteil für DAB+ und UKW sowie über Zugänge zu Musikstreaming-Anbietern, so hat man als Nutzer so etwas wie einen Allrounder für die Audio-Nutzung zur Verfügung.

Auf der anderen Seite geraten die smarten Radiogeräte immer wieder in die Schlagzeilen, weil sie von heute auf morgen in ihren Funktionen beschnitten werden. Das passiert zum Beispiel, wenn plötzlich der bisherige Datenbank-Lieferant für die Webradio-Listen seinen Dienst quittiert oder das gewünschte Programm in einer Streaming-Norm sendet, der vom Empfänger nicht unterstützt wird.

Aktuelles Ärgernis: iPhone-Nutzer können die für die Smartphone-Steuerung vieler WLAN-Radios erforderliche UNDOK-App nach dem Update auf iOS 27 nicht mehr nutzen. Die App funktioniert nicht mehr, wenn man sein iPhone auf die aktuelle Firmware aktualisiert. Dem Plattform-Betreiber Frontier Smart scheint es ziemlich egal zu sein, dass Millionen von Nutzern ihre Smart Radios nicht mehr in vollem Umfang nutzen können. Ein Update für UNDOK ist jedenfalls bislang nicht in Sicht.

Warum nicht OKTIV für ältere Geräte?

Während UNDOK schon seit fast drei Jahren keine Updates mehr bekommen hat (war freilich auch nicht erforderlich, da die App ja bislang funktioniert hat), wird die OKTIV-App für Android und iOS weiterhin gepflegt. Dieser UNDOK-Nachfolger ist aber nur für Radios mit Venice-X-Chip oder neuer geeignet. Die Millionen noch in den Haushalten befindlichen Radios mit Venice-6.5-Chip bleiben außen vor. Da fragt man sich, warum OKTIV nicht auch mit älteren Geräten kompatibel gemacht werden kann, wenn Frontier Smart schon offenbar keine Lust hat, UNDOK weiter zu pflegen.

Natürlich ist es für einen Chip-Hersteller einfacher, neue Radios zu verkaufen. Das spült Geld in die Kasse, während der Support älterer Geräte eher Geld kostet. Auf der anderen Seite merkt man sich als Kunde, wenn Hersteller derart kundenfeindlich agieren. Ich habe hier fünf Radios mit Venice 6.5, die ich bislang mit UNDOK bedient habe, was nun – zumindest vom iPhone aus – nicht mehr möglich ist. Soll ich die nun alle wegwerfen und für viel Geld durch neue Geräte ersetzen?

Nein, Frontier Smart, so geht das nicht, und das mache ich ganz bestimmt nicht. Aktuell kann ich die Radios noch mit Android-Geräten steuern. Sollte das irgendwann auch nicht mehr möglich sein, werde ich die Radios stilllegen, aber nicht mehr ersetzen. Meine drei Empfänger mit Venice X werden dann etwas gezielter eingesetzt. Alles andere mache ich über Sonos, was ohnehin mein Hauptsystem für die heimische Audionutzung ist.