Senderstandort Kreuzberg/Rhön (Foto: SmartPhoneFan.de)
Senderstandort Kreuzberg/Rhön (Foto: SmartPhoneFan.de)

MDR Thüringen: Veränderter Empfang in Hessen

Seit etwas mehr als einem Jahr sendet der Mitteldeutsche Rundfunk vom Standort Kreuzberg/Rhön auf DAB+ im Kanal 8B, um Versorgungslücken im Südwesten von Thüringen zu schließen. Als Nebeneffekt ist der MDR-Multiplex darüber hinaus auch in weiten Teilen Hessens zu empfangen.

Seit einigen Wochen hat sich der Empfang in Richtung Westen verändert. Ein Hobbyfreund aus Mainz hat keinen Empfang mehr. Ein Hörer aus Hanau berichtete, dass der MDR zwischenzeitlich nicht mehr zu hören war. Mittlerweile sei der Empfang aber wieder möglich.

Verwirrende Situation in Langenselbold

Völlig unklar ist die Situation in Langenselbold, zwischen Hanau und Gelnhausen an der A66 gelegen. Ein Interessent berichtet, erstmals überhaupt den MDR-Mux zuhause und ausschließlich über eine Teleskopantenne zu empfangen. Ein anderer Hörer hat trotz Dachantenne keinen Empfang mehr.

In Rheinhessen soll sich der Empfang verbessert haben, ich hatte kurzzeitig den Eindruck, dass das MDR-Signal hier bei mir im hessischen Spessart schlechter geworden ist. Unter dem Strich handelt es sich in meinem Fall aber vermutlich eher um normale Feldstärkeschwankungen, zumal wir es nicht mit einem Ortssender zu tun haben.

Im Auto konnte ich den MDR am vergangenen Freitag mit dem Albrecht DR 57 oberhalb von Maintal völlig störungsfrei empfangen. Im Stadtgebiet von Bad Vilbel gab es gelegentliche kurze Aussetzer. Die Empfangsqualität war aber durchaus noch akzeptabel.

Änderungen nicht nachvollziehbar

Unklar ist, welche Änderungen möglicherweise am Sender Kreuzberg/Rhön vorgenommen wurden. Verwirrend ist vor allem, dass einige Hörer von verbessertem Empfang sprechen, während andere Interessenten den MDR nun gar nicht mehr über DAB+ hören können. So scheidet eine generelle Verminderung der Sendeleistung Richtung Westen bzw. Südwesten aus.

Ich könnte mir einen elektrischen Downtilt der Sendeantenne vorstellen. Dadurch wäre der Empfang im Nahbereich nahezu unverändert, während das Signal in größerer Entfernung zum Sender schlechter werden würde. Angesichts eines offenbar besseren Empfangs in Rheinhessen ist aber auch diese Möglichkeit eher unwahrscheinlich.